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Der Warmwasserbedarf eines Haushaltes lässt sich nur zum Teil mittels einer Solaranlage decken. Im Gegensatz zum Heizkreislauf, der auch mit relativ geringen Temperaturen sinnvoll und wirksam betreiben lässt, muss beim Brauchwasser eine Mindesttemperatur eingehalten werden. Die gefährlichen Legionellen vermehren sich bei Wassertemperaturen um die 30 bis 40 Grad besonders rasch, und sie überleben bis ca. 70 Grad. Daher muss diese Temperatur in jedem Falle im gesamten Brauchwasservorrat erreicht werden. Das hat zur Folge, dass bei nicht ausreichender Sonnenausbeute die Temperaturdifferenz sofort nachgeheizt werden muss. Hierzu gibt es sogenannte Frischwassermodule, die meist elektrisch betrieben, das Brauchwasser auf mindestens 70 Grad erhitzen. Diese Module verbrauchen Strom. Somit relativiert sich schnell das Einsparpotential beim Betrieb von Haushaltsgeräten, die auf Trinkwasserqualität angewiesen sind. Geschirrspüler, die auf den Betrieb mit vorgeheiztem Wasser ausgelegt sind, kosten mehr als einfache herkömmliche Geräte. Für Spülmaschinen, die nur zum Kaltwasseranschluss vorgesehen sind, besteht die Möglichkeit, einen vorgeschalteten Mischer zu installieren, was mit Extrakosten verbunden ist.
Einfacher kann das Problem bezüglich dem Betrieb von Waschmaschinen gelöst werden. Diese sind nicht unbedingt auf Trinkwasserqualität angewiesen, benötigen für Waschgänge mit niederen Wassertemperaturen aber dennoch einen Vormischer, der verhindert, dass das zugeführte Wasser wärmer ist als die gewünschte Waschtemperatur. So gesehen lohnt der Aufwand nur bei absehbar sehr häufigem Gebrauch solcher Maschinen.
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